iologisch rtgerechtes ohes üttern

Was ist artgerechte Ernährung?

Artgerechte Ernährung ist eine der wichtigsten Grundlagen zur Erhaltung der guten Gesundheit Ihres Tieres und natürlich bestens geeignet das Allgemeinbefinden, bestehende gesundheitliche Probleme wie Allergien, Juckreiz, Haarausfall, Blähungen, Verdauungsstörungen, Hyperaktivität, Futterunverträglichkeiten, und vieles Andere mehr günstig zu beeinflussen!

Krankheiten als Folge jahrelanger Fehlernährungen sind auch bei Hunden und Katzen nicht selten. Wir Menschen haben uns im Laufe der Zeit immer weiter von der Natur entfernt und auch unsere Tiere bekommen diesen Umstand zu spüren. Durch industriell verändertes Futter entstehen die verschiedensten Zivilisationskrankheiten sowie Allergien, Krebs, ....

Wissen Sie, was sich hinter „Fleisch- und tierische Nebenerzeugnisse“, „pflanzliche Nebenerzeugnisse“ und „Zusatzstoffe je Kilogramm“ auf dem Futtersack verbirgt?

Konservierungsstoffe sowie andere Zusatzstoffe, Rückstände und künstliche Vitamine, das Erhitzen, Trocknen und nicht zuletzt der für einen Fleischfresser viel zu hohe Getreideanteil im Fertigfutter kann die verschiedensten Krankheiten, Verhaltensstörungen, Fellprobleme und Allergien verursachen.

Auch wenn Ihr Tier im Moment vielleicht keine gesundheitlichen Probleme hat – bitte bedenken Sie, dass die Entwicklung von Gesundheitsstörungen manchmal erst nach jahrelangem Füttern mit Fertigfuttermitteln und demzufolge dann erst bei Tieren mittleren und höheren Alters auftritt.

Wenn wir unsere Tiere auch noch im hohen Alter als gesunde und agile Lebensgefährten um uns haben möchten, müssen wir uns auch artgerecht um sie kümmern! Dazu gehört eine artgerechte und gesunde Ernährung!

Selbstverständlich ist es einfacher eine handvoll Trockenfutter in den Napf zu geben ... aber auch gesünder??? Ernähren Sie sich ausschließlich von Doseneintopf, Tütensuppen, Fertiggerichten, Hamburgern,...? Nein??? Warum denn nicht? Auch hier schreiben doch die Hersteller, daß in diesen Produkten alles drin ist was der Mensch zum Leben braucht... Der „Menschenfutterindustrie“ glauben Sie also nicht alles ... ?!

Vorteile der artgerechten Ernährung:

Kein Zahnstein - Kein schlechter Geruch - Weniger Parasiten - Starkes Immunsystem - Wesentlich kleinere Kotmengen - Starke Bänder und Sehnen - Bessere Muskulatur - Erleichterung bei arthritischen Erkrankungen - Weniger Wachstumsprobleme - Risiko von Magendrehung drastisch reduziert - Schönes, gesundes, glänzendes Fell .....

Und vor allem:

Sie bestimmen und wissen genau was Ihr Tier frisst und müssen sich nicht auf die Angaben der Futtermittelindustrie verlassen!

Bei bestehenden gesundheitlichen Problemen können Sie direkt reagieren und zusammen mit Ihrem Tierarzt oder Ernährungsberater das Futter für Ihr Tier individuell zusammenstellen und sind nicht auf teure Spezialfutter angewiesen.

Probieren Sie es aus! Sie werden sich wundern, wie schnell Sie den Unterschied bei Ihrem Tier merken!

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Merlin beim Kampf mit einem Putenhals...

Die gesunde Ernährung des Hundes

Artgerechte Ernährung ist eine der wichtigsten Grundlagen zur Erhaltung einer guten Gesundheit des Hundes.
Seit langem weiß man, dass der ausschließliche Genuss von konservierter, raffinierter Nahrung dem Menschen gesundheitliche Schäden zufügen kann. Für die schnelle Sättigung ohne viel Arbeitsaufwand zahlen auch Haustiere einen immer höheren Preis: die Zunahme zivilisationsbedingter Krankheiten (z.B. Allergien, Stoffwechselstörungen, Haut- und Fellprobleme mit Juckreiz).
Mehr und mehr Tierärzte, Zücht4er und Hundebesitzer suchen inzwischen nach Alternativen zu Fertigfutterprodukten.
Dabei besteht gerade am Anfang eine große Unsicherheit über die geeigneten Futtermittel:

Welche Nahrungsmittel sind überhaupt zur Ernährung des Hundes geeignet? Wie bereite ich diese zu und wie berechne ich die für meinen Hund notwendigen Mengen? Erhält mein Hund damit auch alle lebensnotwendigen Stoffe (Vitamine, Mineralstoffe etc.)?

Bei der Erstellung meiner Futterpläne achte ich auf die Verwendung frischer Zutaten, die zum großen Teil roh gefüttert werden. Worum roh füttern?

In ihren natürlichen Lebensräumen ernähren sich Tiere immer roh; auch für unsere Hunde ist diese Ernährungsform die artgerechteste, hat sich ihr Verdauungstrakt doch in den Jahrtausenden ihrer Evolution vom Wolf zum Haushund nicht verändert, schon gar nicht in den wenigen Jahrzehnten der Geschichte des Fertigfutters.
Durch Rohfütterung wird das Immunsystem des Hundes auf optimale Weise unterstützt. Rohe Nahrung ist die beste Vorsorge gegen Allergien, Verdauungs- und Stoffwechselstörungen und Krebs. Zudem wird die Gefahr einer Magendrehung drastisch verringert. Zähne und Zahnfleisch bleiben frei von Zahnstein. Damit verbunden verringert sich die Gefahr von Zahnfleischentzündungen, die wiederum Ursachen weitreichender gesundheitlicher Beeinträchtigungen eines Organismus sein können.
Natürlich kann Krankheit nicht zu 100 Prozent vermieden werden, doch mit einer artgerechten Ernährung bekommt der Hund Tag für Tag die beste Gesundheitsfürsorge.

Der Hund, ein Beutetierfresser

Der Hund stammt vom Wolf ab. Der Beginn seiner Domestikation liegt mehr als 10.000 Jahre zurück. Während dieser für die Evolution relativ kurzen Zeit hat sich wohl das äußere Erscheinungsbild des Hundes im Vergleich zu seinem Stammvater zum Teil sehr stark verändert, nicht aber die bedeutsamen physiologischen Eigenschaften. Hierzu zählen auch Anatomie und Physiologie des für die Nahrungsaufnahme und –verarbeitung zuständigen Verdauungstraktes. Hier unterscheidet sich der Hund nicht wesentlich von seinem Uran, dem Wolf. Wie dieser gehört der Hund zur Ordnung der Karnivoren, der Fleischfresser.

Allerdings ist diese Bezeichnung etwas irreführend, ernährt sich doch der Wolf nicht nur von reinem Fleisch – richtigerweise muss man ihn als Beutetierfresser betrachten. Kleine Beutetiere werden ganz gefressen, von den Großen bleiben die nur schwer- oder nichtverdaulichen Reste zurück. Daneben werden auch geringe Mengen pflanzlicher Kost in Form von Gräsern, Wurzeln, Früchten, Kräutern etc. aufgenommen.

Diese Nahrungskomponenten bieten alle lebensnotwendigen Stoffe und auf genau diese Nahrung ist der Körper unseres Hundes angewiesen, aber auch in seinem Aufbau darauf eingestellt:
Schon die Gebissform ist bestens an das Ergreifen und Zerkleinern von Beutetieren angepasst, nicht jedoch an das Kauen und Zermahlen größerer Pflanzenmengen (oder gar Getreide). Der im Maul in nur geringer Menge produzierte Speichel ist sehr zäh und dient dazu, größere Futterbrocken gut durch die Speiseröhre gleiten zu lassen. Er enthält, anders als beim Pflanzenfresser oder gar dem Menschen, keine Verdauungsenzyme. Der einfach einhöhlige Magen des Hundes ist an seine Jägernatur angepasst: ist einmal Beute gemacht, können große Nahrungsmengen auf einmal aufgenommen werden. Anders als viele Pflanzenfresser ist der Hund dafür nicht auf ständigen Nahrungsnachschub angewiesen.

Im Magen erfolgt die Bildung der Verdauungssäfte durch den Schlüsselreiz „Fleisch“. Der ph-Wert (Säuregrad) der Magensäure liegt dann bei etwa 1, was erklärt, warum Hunde relativ unempfindlich gegenüber Bakterien sind, die sie mit der Nahrung aufnehmen. Dem Hundemagen folgt ein relativ kurzer Darmtrakt. Zum Vergleich: während beim Hund das Verhältnis Körpergröße zu Darmlänge bei etwa 1:6 liegt, ist das bei einem Pflanzenfresser vergleichbarer Größe ca. 1:20.

Der Verdauungstrakt des Hundes ist darauf eingestellt, dass die aus Fleisch und Knochen bestehende Nahrung in kurzer Zeit verdaut wird (max. 20 Stunden). Dies hat den Vorteil, dass die Nahrung optimal genutzt wird und Krankheitserreger kaum Zeit zur Vermehrung bleibt.

Wird dieses ausgeklügelte System durch die Zufuhr ungeeigneter Futtermittel dysharmonisiert, wird der Körper unnötig belastet. Längere Anwendung solcher Nahrungsmittel können bei jedem Tier zur Schwächung der Körperleistungen, des Immunsystems und damit zu erhöhter Krankheitsanfälligkeit führen.

Bei der Auswahl des geeigneten Futters für den Hund ist es also zwingend notwendig, seine physiologischen Bedürfnisse zu berücksichtigen und seinen Bedarf an Eiweiß, Energie, Vitaminen, Ballaststoffen, essentiellen Fettsäuren, Mineralstoffen und Spurenelementen mit artgerechten Futtermitteln zu decken.

Die wichtigsten Nahrungsbausteine

Eiweiß:
Proteine (Eiweiß) sind organische Stoffe, die sich aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff und gelegentlich auch Schwefel zusammensetzen. Sie kommen in allen lebenden Organismen vor und dienen als Bausteine der Zellen. Eiweiß hat neben den Fetten und Kohlenhydraten eine ganz wichtige Bedeutung i der Nahrung des Hundes. Er benötigt es ebenso für die Erhaltung der Körpersubstanz wie auch für die Neubildung von Zellen und Geweben und während der Reproduktionsphase (Trächtigkeit, Laktation, Wachstum). Eiweiß besteht aus verschiedenen Aminosäuren, die in essentielle und nichtessentielle unterschieden werden. Letztere kann der Hund aus ersten selbst herstellen, wobei aber auch bei den essentiellen Aminosäuren eine gewisse Kompensation möglich ist.
Bewertung des Futtereiwei0es: Das Futterprotein wird nach der Aminosäurenzusammensetzung und der Verdaulichkeit bewertet. Dabei enthält Fleisch alle für den Hund wichtigen Aminosäuren in ausreichender Menge. In pflanzlichen Proteinen fehlen hingegen einzelne essentielle Aminosäuren, so dass nur durch eine geeignete Kombination verschiedener Sorten ein Ausgleich geschaffen werden kann.
In kommerziellen Fertigfuttermitteln wird dies gerne praktiziert, um die Kosten für das teuere tierische Eiweiß niedrig zu halten.
Aminosäuren, die nicht zum Aufbau von Körpersubstanz verwendet werden, werden wie Kohlenhydrate und Fett zur Energiegewinnung genützt.

Deklaration bei Futtermitteln: Rohprotein
Unter Rohprotein versteht man den gesamten Proteingehalt eines Futters. Es wird hier nicht zwischen Proteinen tierischer und pflanzlicher Herkunft unterschieden.

Fett:
Fette sind für den Hund die wichtigsten Energielieferanten. Sie ermöglichen die Aufnahme fettlöslicher Vitamine (A,D,E) im Darm und sind Träger essentieller Fettsäuren, welche wiederum wichtig für die Zellmembranen sind. Ein Mangel an Fettsäuren zeigt sich deshalb auch oft an Haut und Fell. Hunde verdauen tierisches und pflanzliches Fett gleich gut und vertragen auch größere mengen ohne Probleme. Da Fett der Energielieferant schlechthin ist, sollte der Gehalt in der Gesamtration über 5 % liegen. Ein Mangel ist allerdings nur bei strengen Diäten aus mageren Fleisch und Reis zu erwarten, hier sollte zusätzlich Pflanzenöl gegeben werden.

Fettsäuren:
Fettsäuren haben entzündungshemmende Eigenschaften und sorgen für ein glänzendes, seidiges und dichtes Fell. Sie spielen aber auch in vielen anderen gesundheitlichen Bereichen eine Rolle, so z. B. für die Nierenfunktion und die Fortpflanzung. Ein Mangel verursacht Schuppen, trockene Haut und schlechte Wundheilung.
Die wichtigste essentielle Fettsäure für den Hund ist Linolsäure, die hauptsächlich in Pflanzenölen auftritt. Eine weitere wichtige Rolle spielen Linolen- und Archadionsäure, welche aber vom Hund aus der Linolsäure gebildet werden können.

Kohlenhydrate:
Kohlenhydrate sind organische Verbindungen, zu denen Stärke, Zucker, Zellulose und Glykogen gehören. Hunde produzieren Enzyme, die lösliche Kohlenhydrate zur Asorbtion und Umwandlung in Glukose und anschließender Nutzung im Energiestoffwechsel umbauen. Kohlenhydrate müssen dem Hund nicht zwingend mit der Nahrung zugeführt werden. In der natürlichen Nahrung machen sie oft nicht mehr als 10 % der Trockensubstanz aus. Ein großer Anteil an Kohlenhydraten im Futter verringert die Verdaulichkeit von Proteinen. Überschüssige Kohlenhydrate werden in Speicherfett umgewandelt.

Ballaststoffe (Rohfaser):
Rohfaser bezeichnet die in den Futterkomponenten enthaltenen Ballaststoffe. Es sind die pflanzlichen Gerüstkohlehydrate, die sich aus Zellulose und unverdaulichen Lignin zusammensetzen. Diese Gerüstkohlehydrate werden im Dünndarm nicht aufgespalten, sondern erst im Dickdarm von den dort lebenden Bakterien zu Fettsäuren abgebaut, die wiederum von der Dickdarmschleimhaut resorbiert werden.
Rohfasern erhöhen die Kotmenge, erleichtern den Kotabsatz und halten die Darmfunktion aufrecht. Bei alten und sehr jungen Tieren kann ein zu hoher Rohfaseranteil eine mangelhafte Versorgung mit Zink, Calcium und Eisen bewirken, da die Rohfaser die Aufnahme dieser Stoffe behindert. Ein hoher Rohfaseranteil beeinträchtigt die Verdaulichkeit des Futters. Der Rohfasergehalt sollte bei 2 – 3 % liegen.

Wasser:
Auch für Hunde ist Wasser lebensnotwendig. Ihr Körper besteht zu ca. 70 % daraus und verliert jeden Tag Flüssigkeit, die wieder ersetzt werden muss. Wasser ist für einen geregelten Flüssigkeitshaushalt und viele Stoffwechselvorgänge wichtig. Es reguliert die Körpertemperatur und hilft den Zellen bei ihrer Strukturerhaltung. Der durchschnittliche Wasserbedarf liegt bei 40 – 70 ml/kg KG und Tag. Der Bedarf hängt maßgeblich von Futtermenge und – art, Umgebungstemperatur und körperlichen Aktivitätsniveau ab. Bei der Fütterung von Trockenfutter muss wesentlich mehr Wasser aufgenommen werden, als bei Verwendung von Feuchtfutter. Allerdings nehmen viele Hunde, die mit Trockenfutter ernährt werden, nicht die notwendigen Wassermengen zu sich. Ein Napf mit frischem Wasser sollte immer bereit stehen.

Vitamine:
Vitamine sind organische Verbindungen, die für den Organismus in kleinen Mengen lebensnotwendig sind. Viele können vom Körper nicht oder in nicht ausreichender Menge selbst hergestellt werden. Deshalb müssen sie mit der Nahrung hergestellt werden. Sie wirken im Körper mit Enzymen und anderen Substanzen zusammen und beeinflussen Energiehaushalt, Gewebeaufbau und verschiedenen Stoffwechselvorgänge.
Die Einteilung der Vitamine erfolgt nach deren Löslichkeit in zwei Gruppen:

Die fettlöslichen Vitamine A (Retinol) und Provitamin A (Beta-Carotin), D2 (Ergocalciferol) und D3 (Cholecalciferol), E (Tocopherole), K1 (Phyllochinon), K2 (Menachion), und
die wasserlöslichen Vitamine C (Ascorbinsäure), B-Gruppe: B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin), B3 (Niacin), B5 (Pantothensäure), B6 (Pyridoxingruppe), B12 (Cobalamine), BC (Folsäure), Vitamin H (Biotin oder Coenzym R), Nikotinsäure.

Mineralstoffe:
Mineralstoffe sind anorganische Verbindungen (häufig Salze), die zum Teil ähnlich wie Vitamine wirken oder diese in ihrer Funktion unterstützen. Sie sind für die Funktion des Organismus von essentieller Bedeutung, können von diesem nicht selbst aufgebaut werden. Deshalb muss ihr Bedarf durch die Zufuhr über die Nahrung gesichert sein. Bein den Mineralstoffen ist vor allem auf das Verhältnis zueinander zu achten. Unausgeglichene Gaben können durch die vielen Interaktionen der Elemente im Organismus zu negativen Folgen im Stoffwechselgeschehen führen. Eine Unterversorgung ist ebenso zu vermeiden wie eine Überersorgung an Mineralstoffen, da beides zu gesundheitlichen Problemen führen ann. Besonders ist hier das Zusammenspiel vom Calcium und Phosphor im Knochenstoffwechsel hervorzuheben.
Für den Organismus sind nur solche Mineralien verwertbar, die an organische Stoffe wie z. B. Aminosäuren gebunden sind.
Die wichtigsten Mineralstoffe: Calcium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Kalium, Chlorid.

Spurenelemente:
Spurenelemente sind ebenso wie Vitamine und Mineralstoffe lebensnotwendige Bestandteile des Organismus und müssen mit der Nahrung zugeführt werden. Dabei werden nur relativ geringe Mengen benötigt. Spurenelemente sind Bestandteile wichtiger Hormone, Enzyme und Eiweiße. Eine schlechte Versorgungslage führt in erster Linie zu Leistungsabfall und einem geschwächten Immunsystem. Einige der Elemente wirken schon in sehr kleinen Mengen toxisch, deshalb kann eine Unter- wie auch Überversorgung zu Krankheit führen. Die meisten Metalle und Halbmetalle sind an Proteine gebunden. Ihre biologischen Effekte beruhen auf den Wirkungen dieser Proteinkomplexe.
Die wichtigsten Spurenelemente: Eisen, Kupfer, zink, Mangan, Kobalt, Jod, Selen.

Hundeernährungsplan – Geeignete Futtermittel

Fleisch

Rind:
Muskelfleisch, Kopffleisch (Backenfleisch), grüner Pansen, Blättermagen, herz, Milz, Niere, Leber, Lunge, Schlund, (Innereien nur 1-2 x pro Woche und nur max. 10 % des Körpergewichtes)

Schaf, Ziege: wie beim Rind

Geflügel: (Huhn, Pute, Ente, Gans) Fleisch, Herz, Magen, Hals, rücken, junge Hühner auch ganz

Fisch: alle Süßwasser- und Seefische (Forelle, Karpfen, Dorsch, Rotbarsch, Seelachs, Lachs), frisch oder als Tiefkühlfilets, Thunfisch aus der Dose (Öl und Salz abspülen)

Wild: (Reh, Hirsch) Muskelfleisch, Kopffleisch, Herz,
(kein rohes Wildschwein!)

Kaninchen
Pferd


Rohe fleischige Knochen:

Kalbsrippen, Kalbsbrustbein, Rinderrippen, Rinderbrustbein, Rinderkehlköpfe, Rinderstrossen, Lammrippen, Hühnerhälse, Hühnerflügel, Putenhälse, Ziegenknochen.
Beginnen Sie bei der Knochenfütterung mit weichen Knochen junger Schlachttiere und vermeiden Sie harte Röhrenknochen. (Niemals erhitzte Knochen füttern, da diese sehr leicht splittern!)
Die Tagesmenge der verfütterten Knochen sollte nicht über 30 % der Gesamtfuttermenge liegen. Oftmals werden Knochen besser vertragen, wenn sie morgens bis spätestens mittags gefüttert werden. Eine Fütterung am Abend kann zu Erbrechen unverdauter Reste in der Nacht oder am nächsten Morgen führen. Nach einer Knochenmahlzeit muss der Hund unbedingt ausreichend ruhen können.
Knochen sind kein Muß! Bei knochenfreier Fütterung ist aber auf eine ausreichende Calciumzufuhr zu achten (50 – 80 mg/kg KG / Tag) z. B. in Form von gemahlenen Eierschalen, Calciumcitrat oder Knochenmehl.

Fleisch wird immer roh gefüttert! (Ausnahme: Schweinefleisch!) Sollte der Hund anfänglich rohes Fleisch verweigern, kann man es auch ganz kurz kochen (es sollte innen roh bleiben), später nur noch mit heißem Wasser überbrühen, bis man letztendlich ganz roh füttern kann. Bewahren Sie frisches oder aufgetautes Fleisch nicht in luftdicht verschlossenen Plastikgefäßen auf. Besser geeignet sind Glas- oder Porzellangefäße mit Deckel. Verwenden Sie nur Fleisch von Tieren, die für den menschlichen Verzehr geschlachtet wurden.

Füttern Sie nicht ausschließlich Fleisch, das tief gefroren war. Wenigstens 1x pro Woche sollte frisches Fleisch verwendet werden (natürlich darf das auch öfter sein).
Um den Verdauungstrakt des Hundes zu entlasten, kann 1 x pro Woche ein Fastentag eingehalten werden. Ist dies nicht möglich (nicht alle Hunde vertragen das Fasten), kann versucht werden, einen fleischfreien Tag pro Woche einzuhalten. An diesem Tag wird kein tierisches Eiweiß (Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte) gefüttert.

Gemüse, Obst, Kräuter

Gemüse:

1. Karotten, Fenchel, Zucchini, Brokkoli, Sellerie, grüne Bohnen (gekocht), Zuckererbsen, Lauch (wenig), Knoblauch, Petersilienwurzel, Kürbis, Chinakohl, Gurken, Rote Bete

2. Grüne Blattsalate wie Endivien, Feldsalat, Eissalat, Friseesalat, Ruccola, Bataviasalt, Blattspinat, Mangold
(Blattspinat und Mangold nur gelegentlich füttern. Beide haben in den Stengeln hohe Nitratwerte, diese deshalb entfernen. Zudem wird durch die beiden Sorten der Calcium Verbrauch im Körper erhöht.)

Kräuter:
Petersilie, Dill, Basilikum, Liebstöckel, Kresse, Zitronenmelisse, Pfefferminze
Wildkräuter: Löwenzahn, Rotkleeblüten, Brennnessel, Vogelmiere, Gänseblümchen, Himbeerblätter, Giersch, Bärlauch (Verwenden Sie nur Wildkräuter, die Sie sicher bestimmen können.)

Überreifes oder getrocknetes Obst:
Äpfel, Birnen, Bananen, Feigen, Datteln, Beeren, Hagebutten (Pulver), Kiwis, Zwetschgen, Pflaumen, Nüsse, Aprikosen, Pfirsich

Man kann sich die Gemüsemischung immer für mehrere Tage auf Vorrat zubereiten. Wenn es der Hund verträt, kann das Meiste roh gefüttert werden. Wichtig ist aber, dass alles stets gut breifein püriert wird. Nur wenn die pflanzlichen Zellwände gut aufgeschlossen werden, kann der Hund diese Futtermittel auch verwerten. Bei der Zusammensetzung der Mischung ist darauf zu achten, dass die Hälfte aus grünen Blattsalaten und Kräutern besteht.

Meine Art der Gemüsezubereitung:
Die Bestandteile der Sorte 1. werden klein geschnitten, kurz gedünstet und püriert. In diesen heißen Bei gebe ich die ebenfalls zerkleinerten Bestandteile der Sorten 2. und Obst und Kräuter roh kleingeschnitten hinein und püriere alles noch mal gründlich durch. Zwei Tagesrationen bleiben frisch, der Rest wird portioniert, tiefgefroren und täglich aufgetaut.

Nicht verfüttert werden sollten: Zwiebeln (zumindest nicht in größeren Mengen) und Avocados (hier gibt es Sorten, die für Hunde unverträglich sind).
Nachtschattengewächse (Tomaten, Kartoffeln) und grüne Bohnen nur gekocht verfüttern, grüne Stellen gut entfernen.

Getreide und andere Kohlenhydratspender

Grundsätzlich deckt der Hund seinen Energiebedarf über tierisches Fett, weshalb auch das verfütterte Fleisch nie zu mager sein sollte. Manche Hunde benötigen aber noch einen zusätzlichen Kohlenhydratspender. Generell sollte man nicht zuviel Getreide füttern, da der Verdauungstrakt sowie der Stoffwechsel des Hundes nicht darauf eingestellt sind (etwa 10 – 20 % der Gesamtration). Außerdem sollte Fleisch und Getreide wegen der unterschiedlichen Verdauungszeiten getrennt voneinander gefüttert werden, also z. B. die Getreidemahlzeit mit fein geriebenem Obst oder einem Milchprodukt (Joghurt, Buttermilch, Ziegenmilch) als Morgenmahlzeit und Fleisch mit Gemüse als Abendmahlzeit. Viele Hunde vertragen aber auch einen kleinen Anteil gekochten Reises, Hirse oder Kartoffeln sehr gut mit der Fleischmahlzeit.

Bei der Auswahl des Getreides sollte man glutenfreie Sorten wählen, um der Gefahr einer Allergie vorzubeugen:
Hirse, Reis, Buchweizen, Quinoa, Amaranth, (jeweils gekocht). Wenn es mal schnell gehen soll, kann man auch die entsprechenden Flocken (gibt es in guter Qualität in jedem Bioladen oder Reformhaus) eingeweicht verwenden. Als Alternative zu Getreide bieten sich gekochte Kartoffeln als Sattmacher an.

1 Esslöffel ungekochter Vollkornreis oder Hirse = ca. 15 g ergibt ca. 40 g gekochtes Produkt

Von Flocken verwendet man etwa ein Drittel der Menge des frischen gekochten Produktes. Also anstatt 100 g gekochten Reis ca. 30 – 35 g Reisflocken mit Wasser etwas einweichen.

Nahrungsergänzungen

Öle:
Fisch- und Pflanzenöle enthalten große Mengen ungesättigter Fettsäuren. Für den Hund als Beutetierfresser sind die Öle tierischer Herkunft besonders geeignet:
Dorschlebertran, Lachsöl
Aber auch Öle pflanzlicher Herkunft sollten im Sinne einer abwechslungsreichen Fütterung zum Einsatz kommen. Hier ist unbedingt auf beste Qualität (Bioanbau, kaltgepresst, pestizidgeprüft) zu achten, um eine unnötige Schadstoffbelastung des Hundeorganismus zu vermeiden.
Gut geeignet sind:
Leinsamenöl, Hanföl, Borretschöl, Schwarzkümmelöl, Walnussöl, Kürbiskernöl, Distelöl und Olivenöl.

Katzenkrallenpulver (Uncaria tometosa):
Katzenkralle ist eine in Mittel- und Südamerika beheimatete Pflanze. Sie enthält ein Alkaloid, das sehr gute Immunsystemunterstützende Eigenschaften hat. Das fein gemahlene Pulver kann mit dem Futter verabreicht werden.

Bierhefe:
Als Pulver oder besser noch in flüssiger Form, ist reich an B-Vitaminen, fördert die Gesundheit von Darm, Nervensystem, Haut und Haar, als Kur, kann bei Bedarf aber auch öfter gegeben werden.

Honig und Blütenpollen:
Sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Enzymen, liefern Energie, daher Vorsicht bei übergewichtigen Hunden.

Algen:
Spirulina ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Spirulina kann als regelmäßige Futterergänzung verwendet werden.
Chlorella eignet sich zur Entgiftung und Ausscheidung von Schadstoffen und wird als Kur bei der Nahrungsumstellung, aber auch nach besonderer Belastung des Hundeorganismus angewandt. Gleichzeitig weist die Alge ein breites Spektrum an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen auf und eignet sich damit gut zum Ausgleichen von Nährstoffdefiziten.

Kokosflocken und Kokosöl:
Kokosflocken sorgen für die nötigen Ballaststoffe im Darm und können mehrmals die Woche gefüttert werden; Kokosöl wirkt wurmwidrig und wird als Kur eingesetzt.

Eier:
2 mal pro Woche, roh, ganz mit Schale, alternativ kann aber auch nur das Eigelb gegeben werden.

Kräuter:
Finden je nach Bedarf ihren Einsatz (s. a. Gemüsebrei). Als Frühjahrskur kann man junge Brennnesselblätter, Löwenzahnblättchen und Bärlauch zum Gemüsebrei zugeben (gut zerkleinern). Himbeerblätter; besonders gut zur Kräftigung des Genitaltraktes der Hündin, als Kur während der Läufigkeit beginnend für etwa 1 Monat geben, bzw. bei trächtigen Hündinnen zur Geburtsvorbereitung.

Apfelessig:
Apfelessig liefert viele Mineralstoffe und Vitamine, stärkt die Immunabwehr und vitalisiert und entschlackt den Körper. Er verhindert Harnstoffablagerungen in den Gelenken und seine antibakterielle Wirkung verhindert die Vermehrung schädlicher Bakterien im Magen-Darm-Trakt. Bei läufigen Hündinnen bewirkt die tägliche Beimengung von Apfelessig ins Futter, dass sie für die Rüden weniger interessant riechen.

Walnüsse, Haselnüsse:
Nüsse enthalten bis zu 50 % ungesättigter Fettsäuren, außerdem Mineralien, Eiweiß und die Vitamine A und E. Nüsse sind ein gesundes Leckerli für zwischendurch, allerdings sind sie äußerst nährstoffreich, also sparsam verwenden. Mit fein gemahlenen Nüssen lassen sich leckere Hundekekse backen, die aktiven Sporthunden schnell wieder zu Energie verhelfen und das Nervensystem unterstützen.

Weizenkleie:
Weizenkleie sorgt für die nötigen Ballaststoffe und verhilft gerade älteren Hunden, die sich nicht mehr so viel bewegen, zu einer leichten und regelmäßigen Entleerung des Darms (je nach Größe des Hundes 1 Tl – 1 El unter das Futter mischen). Auch bei Hunden, die abnehmen müssen, kann Weizenkleie (1 – 2 El) den Futternapf und damit den Magen etwas anfüllen.
Weizenkeimöl enthält sehr viel wertvolles Vitamin E und sollte deshalb im Wechsel mit anderen Ölsorten zum Einsatz kommen.

Knochenmehl:
Knochenmehl stellt eine gute Calciumquelle für Hunde dar, die keine Knochen gefüttert bekommen. Da es auch Phosphor enthält, ist eine natürliche Ausgewogenheit der beiden Mineralstoffe gegeben.

Grünlippmuschelextrakt:
Wird aus der neuseeländischen Grünlippmuschel (Perna canaliculus) gewonnen und enthält besonders viel Glykosaminoglykane. Diese stellen einen wichtigen Baustein der Gelenkschmiere dar und unterstützen damit die Gleitfähigkeit der Gelenke. Sie haben eine hervorragende entzündungshemmende Wirkung, unterstützen die Ernährung der Gelenksgewebe und tragen damit zur Erhaltung des Knorpelgewebes bei. Zudem wirken Glykosaminoglykane positiv auf die Struktur des Bindegewebes und die Schleimhäute des Verdauungstraktes.

* B.A.R.F. - Seminar
17.03.2007 beim SV OG Mömbris e.V.
Referentin: Christin Gerhardt-Salbert